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5 Dinge, die Sie auf einer Kreuzfahrt nie machen sollten

Mindestens genauso wichtig wie die Tipps und Geheimnisse, wie man das Beste aus seiner Kreuzfahrt machen kann, sind die Dinge, die man auf der Kreuzfahrt lieber bleiben lässt. Denn im Endeffekt ist man ja nie allein auf dem Schiff und das eigene Verhalten betrifft auch die übrigen Familien, die ihren Urlaub dort verbringen.

Lesen Sie hier, was auf einer Kreuzfahrt nicht zum guten Ton gehört.

1. Reservieren Sie keine Sonnenliegen!

Das ging uns doch schon allen so: Man kommt auf’s Pooldeck um die Sonne zu genießen und auf jeder Liege liegt bereits ein Handtuch – das internationale Zeichen für „reserviert“. Dankenswerterweise haben bereits einige Reedereien damit begonnen, dagegen hart durchzugreifen: Liegestühle, die länger als eine Dreiviertelstunde nicht benutzt wurden, werden wieder freigeräumt. Für viele Gäste war es ja schon gängige Praxis, frühmorgens ihre bevorzugten Liegestühle zu reservieren und sie dann 2-5 Stunden nicht zu nutzen. Es gibt nichts dagegen einzuwenden, für Familienmitglieder oder Freunde ein paar Liegestühle oder Plätze im Theater zu reservieren. Aber verteidigen Sie bitte nicht die 30 besten Plätze im Theater, wenn Sie zum Schluss eh nur 10 davon brauchen…

 

2. Nutzen Sie Ihren Balkon nicht als Location für Privatparties!

Auf einer unserer letzten Kreuzfahrten brachten die Passagiere in der Balkonkabine gegenüber eine Stereoanlage mit und dachten, es wär eine gute Idee, uns mit Rapmusik zu beschallen. Wenn man nun auf Rapmusik steht, schön. Wie schaut es dann aber aus, wenn man als Hip-Hop-Liebhaber mit Heavy Metal, Jazz oder beispielsweise Salsa vollgedröhnt wird? Wenn Sie draußen sitzen und laute Musik anhören möchten, nutzen Sie das Pooldeck. Oder haben Sie schon jemals einen Passagier sagen hören, dass „die Musik auf dem Pooldeck viel zu leise ist“? Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sind die Gäste auf den Balkonen neben Ihnen Fans einer anderen Musikrichtung als Sie.

Schlussendlich beschwerte sich ein anderer, ebenfalls von der Rapmusik geplagter Passagier bei der Crew, sodass wir den Rest unserer Kreuzfahrt in friedlicher Stille auf unseren Balkonen genießen konnten.

 

3. Lassen Sie Ihre Kinder nicht unbeaufsichtigt durch die Flure laufen!

Kinder, die auf einer Kreuzfahrt dabei sind, sind in der Regel wahnsinnig aufgeregt, haben den Drang überall herumzulaufen und laut zu werden. Aber wer kann es Ihnen verübeln? Wirklich niemand hat damit ein Problem auf dem Pooldeck, dafür ist es ja schließlich da. Einige Eltern erlauben ihren Kindern allerdings auch, auf den Kabinen-Decks und anderen öffentlichen Bereichen unbeaufsichtigt herumzulaufen. Die meisten Kreuzfahrtschiffe haben zusätzlich spezielle Bereiche, die Erwachsenen ab 18 Jahren oder noch älter vorbehalten sind. In diesen Areas gibt es oft Ruhezonen mit Sonnenliegen, Swimming Pools und Whirlpools. Sollte sich Ihr Sprössling dorthin verirren, werden die Mitarbeiter auf dem Schiff wahrscheinlich nur hart durchgreifen, wenn sich ein anderer Passagier beschwert, also zeigen Sie einfach schon im Vornherein Ihren Kindern, wo sie spielen dürfen, um Unfrieden zu vermeiden.

 

4. Nutzen Sie den Aufzug nicht, wenn Sie genauso gut zu Fuß laufen könnten!

Falls Sie aufgrund einer Einschränkung auf Aufzüge angewiesen sind, ignorieren Sie diesen Punkt. Für alle anderen: Es gibt nur wenige Dinge an Bord, die nervender sind, als im Aufzug zu stehen, der ständig anhält, um eine Gruppe Leute reinzulassen, die dann ein Stockwerk später schon wieder aussteigt… Bei guter körperlicher Verfassung spricht nichts dagegen, die Treppen zu benutzen! Wenn Sie mehrere Decks hoch oder runter müssen, nutzen Sie auf alle Fälle den Lift. Dafür ist er ja auch da.

Einen weiteren Vorteil hat das Treppensteigen außerdem: Sie verbrennen Kalorien – was ja nicht schaden kann. Vielleicht hilft es sogar, die überschüssigen Pfunde, die man sich auf einer Kreuzfahrt in der Regel drauffuttert, wieder runter zu trainieren.

 

5. Seien Sie kein Geizkragen!

Praktisch alle Reedereien belasten Ihr Bordguthaben automatisch mit Trinkgeld. Die Beträge können Sie auf- oder abrunden, je nachdem wie zufrieden Sie mit dem Service waren. Das Trinkgeld komplett zu streichen, nur weil Sie zu geizig sind, ist – nun ja- ziemlich armselig. Die Crew arbeitet sieben Tage die Woche für sechs bis zehn Monate, teilweise ohne einen freien Tag. Zugegeben, die Mitarbeiter haben auch einmal einen schlechten Tag – aber haben Sie den nicht auch mal? Bei dem geringen Gehalt, das die Crew-Mitglieder bekommen, macht das Trinkgeld einen wichtigen Teil ihres Verdiensts aus. Wenn Sie also kein Trinkgeld geben wollen, sollten Sie sich überlegen, ob Sie überhaupt eine Kreuzfahrt machen möchten.

 

(Von Ben Souza, cruisefever.net)

aus dem Englischen übersetzt von Johanna Popp